augehp.jpg (5559 Byte)Die Zukunft im Visier
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Unternehmerbesuch auf Schloss Kalbeck

20. August 2008 - Im Rahmen ihrer Unternehmensbesuche war die CDU Fraktion Weeze in Begleitung des Weezer Bürgermeisters Herrn Ulrich Francken Gast auf Schloss Kalbeck. Hier erhielt die CDU Fraktion durch den Hausherrn Max von Elverfeldt und Herrn Wolfgang Siepen, Oberforstinspektor und Leiter der Forstverwaltung Kalbeck einen äußerst interessanten Einblick in den unternehmerischen Teilbereich der Waldbewirtschaftung.
Auf 875 Hektar, davon 200 Hektar im Staatswald Nierswalde, wird der Wald durch die Forstverwaltung Kalbeck bewirtschaftet. Die gesamte Bewirtschaftung ist auf dem Nachhaltigkeitsprinzip aufgebaut. Nicht wie in vielen anderen Ländern in Europa, in denen in der Vergangenheit keine direkte Aufforstung stattgefunden hat, z.B. Spanien und Portugal. So ist bei uns in NRW mit ca. 900.000 Hektar Waldfläche noch etwa 25 % der Landesfläche bewaldet. Davon sind ca. Zweidrittel im Privatbesitz. Mit Aufnahme des Waldbetretungsrechts in das Forstgesetz von 1969 ist es allen Personen gestattet, den Privatwald zu betreten. Hiervon unberührt bleibt die Verkehrssicherungspflicht durch den Eigentümer.
Aufgrund der verschiedenen Bodenbeschaffenheit werden z.B. auf dem sandhaltigen Boden im Bereich Weeze vornehmlich Kiefern angepflanzt. Im Bereich eines ehemaligen Flussbetts des Rheins wachsen Erle und Birke. Auch die schnellwüchsige Douglasie, welche bereits vor der Eiszeit schon einmal in Europa heimisch war und nun, importiert aus Nordamerika, wird als „Exotenholz“ auf Kalbecker Boden bewirtschaftet.
Ebenso erfuhr man, dass es wegen der gravierenden Eingriffe durch den zweiten Weltkrieg auf Weezer Gebiet hauptsächlich einen Jungbestand an Bäumen im Alter von 40 bis 60 Jahren gibt. Hieran erkennt man, dass die Waldbewirtschaftung auf Jahrzehnte ausgerichtet ist. Nicht wie bei einem normalen landwirtschaftlichen Betrieb, der in der Regel jährlich seinen Ernte einfährt.
Ein Teil des Baumbestandes weist noch Schäden durch Beschuss und Splitterwirkung auf. Ca. 3 Prozent der Altholzflächen sind hiervon betroffen. Auch der letzte große Sturm Kyrill hat erhebliche Schäden hinterlassen. Werden in einem normalen Jahr ca. 2.500 Festmeter geschlagen, so lagen nach dem Sturm mehr als 12.000 Festmeter auf dem Boden.
Erläutert wurden auch die vielen Funktionen des heimischen Waldes. Neben der Nutzfunktion, d.h. die wirtschaftliche Nutzung des Waldes hat der Wald auch eine Schutzfunktion (u.a. Klimaschutz, Filterfunktion für Wasser, Schutz vor Bodenerosion, Lärmschutz) und eine Erholungsfunktion (z.B. für Jogger, Wanderer, Biker, Pilzsammler). Hierbei sind die letzten beiden Funktionen kostenlose Funktionen, welche durch private Waldbauern der Allgemeinheit zur Verfügung gestellt werden. Das Hauptabsatzgebiet des Holzes aus dem Unternehmen liegt im belgischen und niederländischen Raum.
Besuch Waldbauer Schloss Kalbeck
Oberforstinspektor Siepen bei der Vorstellung der bewirtschafteten Waldflächen.
Besuch Waldbauer Schloss Kalbeck Besuch Waldbauer Schloss Kalbeck